YAML (YAML Ain't Markup Language) ist ein menschenfreundlicher Standard zur Datenserialisierung, der häufig für Konfigurationsdateien, den Datenaustausch zwischen verschiedenen Programmiersprachen und die Objektpersistenz verwendet wird. Das Format legt großen Wert auf Lesbarkeit und Einfachheit, wodurch es für Menschen deutlich leichter zu schreiben und zu verstehen ist als ausführlichere Formate wie XML oder JSON, insbesondere bei komplexen Konfigurationen. YAML-Dateien speichern Daten in einem strukturierten Format unter Verwendung von Schlüssel-Wert-Paaren, Listen (Sequenzen) und Skalaren (Zeichenfolgen, Zahlen, Boolesche Werte). Die Struktur basiert maßgeblich auf Einrückungen, um Hierarchien darzustellen, ähnlich wie bei Programmiersprachen wie Python. Zu den häufigen Anwendungsfällen gehören Konfigurationsdateien für Anwendungen (z. B. Docker Compose, Kubernetes, Ansible-Playbooks), die Datenserialisierung für die Interprozesskommunikation, Protokolldateien sowie die Definition von Build-Pipelines in CI/CD-Systemen. YAML unterstützt verschiedene Datentypen, Anker zur Datenwiederverwendung und erlaubt Kommentare, was die Lesbarkeit und Wartbarkeit weiter verbessert. Obwohl es dieselben Daten wie JSON darstellen kann, bietet YAML oft eine prägnantere und visuell ansprechendere Syntax, insbesondere bei tief verschachtelten Strukturen oder wenn eine Inline-Dokumentation durch Kommentare vorteilhaft ist. Aufgrund der ausgewogenen Mischung aus menschlicher Lesbarkeit und maschineller Verarbeitbarkeit hat sich YAML zu einem Eckpfeiler im DevOps- und Cloud-Native-Ökosystem entwickelt.