Eine VHD-Datei (Virtual Hard Disk) ist ein Festplatten-Image-Format, das eine virtuelle Festplatte repräsentiert. Sie fungiert im Wesentlichen als Container für alle Daten, die sich normalerweise auf einer physischen Festplatte befinden würden, einschließlich Dateien, Ordnern, Betriebssystemen und Anwendungen. VHD-Dateien werden häufig in Virtualisierungsumgebungen verwendet und ermöglichen es Benutzern, mehrere Betriebssysteme auf einer einzigen physischen Maschine auszuführen. Sie ermöglichen die Erstellung von virtuellen Maschinen (VMs), die einfach bereitgestellt, gesichert und wiederhergestellt werden können. Das VHD-Format wird von verschiedenen Virtualisierungsplattformen unterstützt, darunter Microsoft Hyper-V, VirtualBox und VMware. VHDs können als Laufwerke in einem Host-Betriebssystem eingebunden werden, wodurch Benutzer auf die Dateien innerhalb der virtuellen Festplatte zugreifen und diese bearbeiten können. Sie werden auch für Softwaretests, die Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery) und die Erstellung portabler Anwendungsumgebungen genutzt. Das Format unterstützt sowohl Festplatten mit fester Größe als auch dynamisch erweiterbare virtuelle Festplatten, was eine hohe Flexibilität bei der Speicherzuweisung bietet. VHDX ist eine neuere Version des VHD-Formats, die größere Kapazitäten für virtuelle Festplatten sowie verbesserte Datensicherheitsfunktionen unterstützt.